In der Arbeit mit Kindern begegnet mir kein Thema öfters, als das Thema mit der Angst. Die Spanne reicht von leichter Ängstlichkeit zum Beispiel beim Fahren mit dem Aufzug bis hin zu ausgewachsenen Panikattacken*.

Was ist eigentlich Angst ?

Angst ist eine völlig normale Reaktion des Körpers. Alles in unserem Körper ist dazu geschaffen, um unser Überleben zu sichern und uns vor Schaden zu bewahren. Stellen Sie sich einmal vor es gäbe keine Angst – wie würde ein Mensch reagieren wenn er plötzlich vor einem Löwen stehen würde? Wohl ziemlich unangemessen. Die Angst ist dazu da um uns in einen Zustand zu versetzen, in dem wir in so einer Situation in der Lage sind, zu kämpfen oder schnellstmöglich weg zu laufen (was bei einem Treffen mit einem Löwen wohl angemessener wäre).

Körperlich sieht dies so aus:  Adrenalin wird ausgeschüttet, unser Herz klopft schneller, wir schwitzen, wir atmen schneller, unsere Pupillen weiten sich, wir werden geräusch- und lichtempfindlicher, wir zittern, unser Mund ist trocken und unsere Muskelspannung wird erhöht. All diese Symptome haben ihre Berechtigung, da sie uns darauf vorbereiten sollen, in einer Gefahrensituation entweder zu kämpfen oder wegzulaufen.

Manchmal werden Situationen von unserem Unterbewusstsein falsch interpretiert und als Gefahr „gemeldet“ obwohl tatsächlich gar keine Gefahr besteht. Zum Beispiel haben viele Kinder Angst in der Dunkelheit. Die Dunkelheit an sich ist keine Gefahrensituation, wird aber unbewusst falsch bewertet und löst somit die körperlichen Angstreaktionen im Körper aus.

Was kann ich nun tun, um meinem Kind zu helfen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Ihr Kind bei Angst zu unterstützen.

 

BACHBLÜTEN

Dr. Bach ordnete folgende Bachblüten dem Thema ANGST zu:

 

  • ASPEN – vage, unheimliche Ängste Zum Beispiel Angst vor der Dunkelheit, dem Keller, Geistern und Monstern usw.
  • MIMULUS – realistische Ängste Zum Beispiel vor Einbrechern, vor dem Zahnarzt usw.
  • ROCK ROSE – Panik Panik ist die schlimmste Form der Angst und ist begleitet mit heftigen körperlichen Symptomen, wie die oben beschrieben
  • RED CHESTNUT – Angst um geliebte Menschen z.B. Mama, Bruder, Schwester usw. Zum Beispiel Angst, dass die Mama nicht mehr nach Hause kommt, oder einen Unfall haben könnte usw.

Lassen Sie sich in der Apotheke eine Bachblütenmischung mit einer dieser Blüten als Hauptblüte für Ihr Kind zubereiten. Zusätzlich als Unterstützung kann man noch Walnut, Gentian und Star of Betlehem in die Mischung geben.

KINESIOLOGIE

In der Kinesiologie findet man, bei vorhandenen Ängsten, oft energetische Blockaden im Bereich des Nierenmeridians. Um den Nierenmeridian zu stärken, kann man die neurolympathischen Massagepunkte massieren. Dies wird (gleichzeitig) hinten und vorne mit leichten kreisenden Bewegungen für ca. eine Minute durchgeführt. Sie können das jeden Abend, zum Beispiel vor dem Schlafen gehen bei Ihrem Kind machen.

Die neurolymphatischen Massagepunkte befinden sich:

Vorne: Zwei kleine Finger breit oberhalb sowie links und rechts des Nabels.
Hinten: 2-3cm Links und rechts der Wirbelsäule zwischen 11. Brustwirbel und 1. Lendenwirbel

 

Abbildung 1

AKUPRESSUR

Folgende Akupressurpunkte können bei Ängsten helfen. Drücken oder massieren Sie folgende Punkte kreisförmig und mit leichtem Druck für ca. 1 Minute auf beiden Seiten des Körpers. Das muss nicht gleichzeitig sein, nach einander reicht vollkommen.

Akupressurpunkt – PE 6 (Perikardmeridian)

Dieser Punkt liegt an der Unterarm-Innenseitennenseite 2 Cun (etwa drei Fingerbreiten – nicht Ihre Finger, sondern die von Ihrem Kind) von der Handgelenksbeugefalte entfernt, zwischen den beiden spürbaren Sehnen.

 

Abbildung 2

Akupressurpunkt – HE 7 (Herzmeridian)

Dieser Punkt liegt, bei leicht gebeugtem Handgelenk, an der Innenseite des Handgelenks an der Beugefalte auf der Seite des kleinen Fingers, in einer Vertiefung zwischen den beiden Sehnen.

 

Abbildung 3

Natürlich kann eine kinesiologische Balance Ihrem Kind helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Sollten Sie daran interessiert sein, finden Sie hier nähere Informationen.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: IKAMED Verlag
Abbildung 2: „Die Akupunktur“ – Lehrbuch, Bildatlas, Repetitorium
Abbildung 3: „Die Akupunktur“ – Lehrbuch, Bildatlas, Repetitorium

 

*Panikattacken oder echte Angstzustände, die plötzlich und grundlos auftreten, sollten immer therapeutisch abgeklärt werden.