Gesunde Ernährung – in der Theorie logisch aber ist es auch umsetzbar?

 

Das Thema rund um gesunde Ernährung kann man heute schon gar nicht mehr hören, unendlich viele Informationen prasseln tagtäglich auf uns herein. Die Unsicherheit und das schlechte Gewissen werden immer größer.  Es ist für einen normalen Menschen heute fast unmöglich heraus zu finden, was gesunde Ernährung nun wirklich ist. Von allen Seiten gleichzeitig bekommt man verschiedenste Wege der gesunden Ernährung zu hören.

Einmal solle man Fleisch weglassen, die anderen sagen man muss auf ALLE tierischen Produkte verzichten, denn die sind ungesund und verursachen Krebs. Von wieder anderer Seite heißt es Weißmehl macht dick, Zucker sowieso und ungesund ist sowieso so gut wie alles. Es gibt unzählige Möglichkeiten sich „gesund“ zu ernähren.

Da wundert es wohl kaum, dass es Menschen gibt die den Hut drauf hauen und essen was ihnen schmeckt.

Wo ist der Anfang?

 

Wenn man sich gesund ernähren möchte fängt meistens alles mit dem Zustand der Verwirrung an. Man weiß nur, man möchte etwas ändern denn so geht’s nicht weiter. Naja, zumindest etwas ☺ Nur wie fang ich an? Wo kauf ich ein und vor allem was? Und da wäre dann auch noch der Rest der Familie. Die Kinder wollen sich meist nicht anschließen an der Idee der Mama und Götter Gatte auf Fleisch verzichten? Ich glaube sie kennen die Antwort ☺ Aber das alles entmutigt uns nicht. Wir fangen mal an und machen uns einen Plan….

Jetzt gilt es mal heraus zu finden, was gesunde Ernährung überhaupt ist. Ich persönlich definiere gesunde Ernährung über das was unser Körper braucht um gesund zu bleiben. Das sind unter anderem Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren.

Doch wo sind die drin? Wie komme ich an diese Dinge ran? Man lernt in der Schule Obst und Gemüse sind gesund, denn da sind viele Vitamine drin. Es ist nur leider so, dass unser Obst und Gemüse immer weniger dieser Nährstoffe enthält weil die wenigsten davon noch natürlich wachsen dürfen, manche davon sehen nicht einmal mehr die Sonne. Auch sind sie so sehr mit Giftstoffen belastet, dass die Vitamine die noch vorhanden sind, dass nicht mehr aufwiegen.

Es stellt sich nun die Frage, wie kann ich das ändern? Ich kann mir ja mein Gemüse nicht selber anbauen… (zumindest nicht immer und nicht alles)

 

BIO oder doch nicht?

 

BIO Obst und Gemüse ist auf jeden Fall die bessere Alternative, da sich hier wenigstens die Giftstoffe in Grenzen halten. Unser Körper wird hier nicht zusätzlich belastet und kann die vorhandenen Vitamine (die um 60% mehr vorhanden sind in BIO Obst & Gemüse) dorthin bringen, wo sie gebraucht werden. Ok, also BIO Obst und Gemüse.

Wenn man das nicht immer kaufen kann, sollte man zumindest ein paar Tricks anwenden. Wie zum Beispiel statt mit Essig das Salat Dressing mit Zitronensaft zubereiten. Das Vitamin C in der Zitrone verhindert, dass die Nitrate (die im konventionellen Salat vorhanden sind) im Körper in die krebserregenden Nitrosamine umgewandelt werden.

Und Fleisch ja oder nein? Soll ich es weglassen? Aber nur Fleisch oder jedes tierische Eiweiß? Oh nein, wie trinke ich dann meinen Kaffee…?!?!

Ich habe für mich, nach vielen Versuchen das eine oder andere umzusetzen, folgende Ernährungsweise als gesund befunden. Da dies für mich eine Weise ist, die man auch im Alltag und mit einer 4-köpfigen Familie umsetzen kann ohne dass man frustriert wieder bei der „alten“ Ernährungsweise landet.

Dass tierisches Eiweiß nicht unbedingt zu den Lebensmitteln zählt, die für die Gesundheit förderlich sind, sei einmal dahin gestellt. Hier gilt für mich die Devise, alles mit Maß und Ziel. Man muss es ja nicht übertreiben.

Für mich ist es auch wichtig, dass alles was ich esse so natürlich wie möglich ist !

 

Was kann ich nun essen?

 

• Vollkornmehl (am besten selbst gemahlen) – Vollkornbrot
• Vollkornnudeln
• BIO Gemüse
• Mäßig BIO Obst (aufgrund des hohen Gehalts an Fruchtzucker nicht zuviel Obst)
• BIO weißes Fleisch (Hendlfilet, Truthanbrust) und Fisch – BIO ist hier wirklich noch sehr teuer, deswegen gibt es bei uns nicht sehr oft Fleisch da ich sehr ungern auf konventionelles Fleisch oder Fisch ausweiche.
• BIO Eier aus Freilandhaltung enthalten alle essentiellen Aminosäuren mit hoher Bioverfügbarkeit
• Hochwertige Öle (= Kokosfett oder Olivenöl zum Braten, Olivenöl für den Salat)

 

Was sollte ich vermeiden?

 

• Zucker – wenn es sein muss, dann nehme ich Kokosblütenzucker
• Wurst und Schinken, da diese ebenfalls Nitrate (als Konservierungsstoff) enthalten
• Weißmehl

Und bitte Hände weg von Fertigprodukten aller Art und hier meine ich nicht nur die „wirklichen“ Fertigprodukte wie Tiefkühlpizza. Auch ein Pesto im Glas oder eine fertige Basis Sauce für Spaghetti ist ein Fertigprodukt. In solchen Produkten befinden sich viele chemische Zusatzstoffe die wiederrum giftig für unseren Körper sein können wie zum Beispiel Phosphate. Diese verbessern zwar den Geschmack und machen lange haltbar. Sie können aber im Körper zu Nierenschäden oder frühzeitiger Alterung führen. Viele davon stehen sogar im Verdacht krebserregend zu sein.

Es ist gar nicht so schwer eine Spaghetti Sauce selbst zu machen, man braucht hier wirklich keine „Basis“ Sauce. Probieren Sie´s einfach mal aus.

Die obige Liste ist so natürlich nicht vollständig, aber die großen „Brocken“ hab ich hier aufgelistet.

 

Theorie ok, aber die Praxis?

 

In der Theorie klingt alles gut und logisch. Doch wie setze ich das Ganze jetzt in die Praxis um? Ich habe einen 4-Personen Haushalt, bin ganztags berufstätig und dann sollte es doch am Abend schnell gehen und nicht zu viel Zeit kosten, die man eigentlich zur Entspannung nutzen sollte, oder?

Viele Kochbücher kann man eigentlich gleich wieder wegpacken nachdem man sie gekauft hat, da diese zwar nett aussehen und die Rezepte darin auch möglicherweise gut schmecken, in die Tat umsetzen lassen sich die wenigsten.

Nun geht’s ums Ausprobieren. Ich habe lange gebraucht eine halbwegs gesunde Ernährung in den Alltag zu integrieren und es gibt immer noch Tage wo es einfach nicht funktioniert. Aber das ist ok, wir sind alle Menschen und ich ernähre meine Familie und mich lieber 5 oder 6 Tage in der Woche gesund und 1 bis 2 Tage nicht so gesund, als alle 7 Tage die Woche nicht gesund. Jeder Tag der funktioniert freut mich.

Es gibt schon einige Rezepte, die auch sehr gut abwandelbar sind, die auch im „wirklichen“ Alltag funktionieren.

Wenn Sie möchten, können Sie hier kostenlos ein paar meiner Rezepte inklusive einiger Tipps und Tricks downloaden!

 

Alles-Esser-Tag, oder wie?

 

Auch ist es manchmal angebracht einen Alles-Esser-Tag zu machen. Dazu wird ein Tag in der Woche ausgemacht (bei uns war es der Sonntag) an dem alle das essen dürfen was sie gerne essen. Dies sollte natürlich in keiner Fressorgie ausarten aber wir haben uns dann immer auf ein Mittagessen geeinigt, das alle gern haben und das dann halt nicht so gesund war. Dazu durfte dann jeder sich seinen Nachtisch aussuchen. Der wurde dann auch eingekauft. Manchmal hab ich da auch einfach einen leckeren Kuchen gebacken.

 

Wenn Sie wissen möchten, was die Kindergesundheitspraxis für Ihr Kind alles anbietet, schauen Sie sich einfach noch ein bisschen um. Falls Sie Fragen haben, bitte rufen Sie mich einfach an oder schreiben Sie mir ein Mail. Ich freue mich auf Sie.